Die Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer

Uckerath

Die Pfarrei St. Johannes d. T. Uckerath dehnt sich über eine Fläche von rund 40 qkm aus und ist damit größer als die vier anderen Pfarreien im Seelsorgebereich Hennef-Ost zusammen. 61 Ortschaften liegen weit verstreut in diesem Bereich. Aufgrund der weiten Entfernungen zur Pfarrkirche in Uckerath, die in der Mitte der Pfarrei liegt, entstanden im Laufe der Zeit in einigen Ortschaften Kapellen, um eine Andachtsstätte in unmittelbarer Nähe zu haben.

 

Fast vier Tausend Gemeindemitglieder, die sich auf viele kleine Dörfer verteilen. Zu Uckerath gehört der Höhenrücken, den die B8 durchschneidet, mit den Orten Lichtenberg, Bierth und Uckerath. Außerdem ist das Hanfbachtal - mit Ausnahme der Ortschaft Lanzenbach - bis zur Landesgrenze Teil der Pfarrgemeinde und westlich des Hanfbachtales die Orte Sand und Wellesberg.
Im Osten gehören Meisenbach, Fernegierscheid, Ober-, Mittel-, Nieder- und Süchterscheid sowie Adscheid zur Pfarrgemeinde, außerdem viele kleinere Orte, Gehöfte und Weiler.


In Süchterscheid und Wellesberg befinden sich Filialkirchen, in denen regelmäßige Gottesdienste stattfinden. Einige Dörfer haben Kapellen, die von Anwohnern liebevoll gepflegt werden.

Geschichte

1131 wurde der Ort erstmalig urkundlich erwähnt. Papstes Innozenz II. bestätigt dem Cassius-Stift das Recht an eclessiam Okenrode cum tota decima (Kirche Uckerath mit dem ganzen Zehnt). Die Endung roth stammt von dem Begriff Rodung, was für eine Ortsgründung Anfang des zweiten Jahrtausends typisch ist.

 

Die 1131 erwähnte Kirche wurde bereits 1160 durch einen Neubau ersetzt. 1898 wurde das dreischiffige Hauptgebäude dieser zweiten Kirche abgerissen, erhalten blieb der Turm der alten Kirche. Das Untergeschoss wurde mit Fenstern versehen und zu einer Trauerkapelle umgebaut. 1955 wurde sie als Gedächtniskapelle für die Toten des Zweiten Weltkriegs hergerichtet. Am 5. Oktober 1968 stürzte das damalige Wahrzeichen von Uckerath ein.

 

Die neue Kirche, eine dreischiffige, neuromanische Basilika mit Querschiff und eingebautem Westturm, wurde an 30. Oktober 1892 eingesegnet. Die herannahende Front im zweiten Weltkrieg fügte der Kirche schwere Schäden zu. Am 11. März 1945 schlugen mehrere Granaten in das Langhaus ein, am 19. März wurde der obere Teil des Turmes zerstört. Weitere Einschläge trafen am 23. März das linke Seitenschiff. Ein Brand vernichtete den Dachstuhl und die Orgelbühne. Bald schon wurde der Gottesdienst wieder in den Ruinen abgehalten. 1946 erhielt das Schiff ein Dach und bis 1952 erfolgte die endgültige Instandsetzung. Der Turm wurde teilweise abgetragen und mit einem neuen Helm versehen. 1959 erhielt die Kirche außerdem zwei neue Glocken, 1978 eine Kirchturmuhr und eine dritte Glocke aus der Glockengießerei Mark in Broscheid.

Wallfahrtskirche Heilig Kreuz - Süchterscheid

1506 stiftete Bertram von Nesselrode, Herr zu Ehrenstein, Ritter und Erbmarschall des Landes Berg, der Kapelle Zum heiligen Kreuz Benefiztum, ein neues Haus und Grundbesitz. 1957 begann der Kapellenbauverein mit Arbeiten zu der heutigen Kirche, die die im Krieg beschädigte Kapelle ersetzte.


Die Kirche beherbergt eine Reliquie des heiligen Kreuzes.

 

Ein Kreuzweg mit 14 Stationen verbindet die Wallfahrtskirche in Süchterscheid mit der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Uckerath, zu der Süchterscheid auch gehört.

 

Am Fest der Kreuzerhöhung, am 14. September, findet alljährlich eine große Wallfahrt der Ritter vom Heiligen Grab nach Süchterscheid statt.