Termine im Seelsorgebereich Hennef-Ost

Männerwanderung
30.09.2018 - "Schöpfen aus den Quellen des Heils"
Reparatur-Café des ökumenischen Umweltkreises
20.10.2018 - von 10-13 Uhr, ev. Gemeindezentrum, Bonner Straße, Hennef.
Bibliodrama-Nachmittag mit Pater Thomas Heck
10.11.2018 - 14-19 Uhr, Pfarrheim Liebfrauen, Hennef-Warth
Reparatur-Café des ökumenischen Umweltkreises
17.11.2018 - von 10-13 Uhr, ev. Gemeindezentrum, Bonner Straße, Hennef.

Feier der Osternacht 2018

In der Feier der Liturgie der Osternacht findet das österliche Triduum seinen Höhepunkt, sie ist die umfangreichste und bedeutendste Feier im gesamten Kirchenjahr. Mit ihr beginnt das Hochfest der Auferstehung des Herrn, das Fest unserer Erlösung.

(hh, bg) Die Osternachtsliturgie gliedert sich in Lichtfeier, Wortgottesdienst, Tauffeier und Eucharistiefeier.

Die Lichtfeier beginnt in der Dunkelheit, frühestens am Abend des Karsamstages nach Sonnenuntergang und spätestens am Ostermorgen vor Sonnenaufgang.

 

Die Gemeinde versammelt sich vor der Kirche, wo ein Holzfeuer angezündet wird. Der Priester segnet anschließend dieses Feuer und bereitet dann die Osterkerze vor, die ein Symbol für Christus ist. Auf der Kerze ist ein Kreuz angebracht mit der entsprechenden Jahreszahl. Oberhalb des Kreuzes ist der erste Buchstabe des griechischen Alphabets Alpha geschrieben, unterhalb der letzte Buchstabe Omega. Das soll bedeuten, dass Christus Anfang und Ende ist, sein ist die Zeit in Ewigkeit.

 

An den 4 Enden der Kreuzesbalken und in ihrem Schnittpunkt in der Mitte befestigt  der Priester Weihrauchkörner oder oder schmuckvolle rote Wachskegel, die die 5 Wunden Jesu verkörpern.

Nachdem die Osterkerze am Feuer entzündet worden ist, zieht der Priester oder ein Diakon mit der Kerze in Begleitung der Gemeinde in die dunkle Kirche ein.

 

Dies geschieht mit dem dreimaligen Ruf Lumen Christi (Christus, das Licht.), die Gemeinde antwortet Deo gratias (Dank sei Gott.). Ausgehend vom Licht der Osterkerze werden immer mehr Kerzen der Gläubigen entzündet und das anfänglich schwache Licht entfaltet so immer mehr seine volle Leuchtkraft. Auf diese Weise wird sinnenhaft spürbar, dass Christus die Dunkelheit des Todes durch seinen Kreuzestod und seine Auferstehung überwunden hat. Nachdem die Osterkerze im Altarraum aufgestellt worden ist, singt der Priester oder Diakon das Exsultet (Es juble).

 

Es ist ein feierlicher, theologisch dichter und poesievoller österlicher Lobpreis, der eindrucksvoll das Handeln Gottes, ausgehend vom Sündenfall Adams, über den Auszug aus Ägypten, die Menschwerdung Jesu, unsere Erlösung durch seinen Tod und seine Auferstehung besingt. Es endet mit der Bitte, dass das österlich strahlende Licht des Auferstandenen uns erleuchten und erstrahlen möge bis zu seiner Wiederkunft am Ende der Zeiten.

Es folgt der Wortgottesdienst mit 7 alttestamentlichen Lesungen, die die Heilstaten Gottes berichten und beschreiben, wie er trotz der Abwendung seines erwählten  Volkes von ihm dessen Not in Heil verwandelt. Es folgt das Gloria, bei dem erstmals seit Gründonnerstag wieder die Glocken läuten, die Messdiener ihre Schellen klingen lassen und festlich die Orgel ertönt. Nach dem Tagesgebet und der Lesug (Epistel) aus dem Römerbrief (Röm 6,3-11) wird feierlich das Osterevangelium verkündet. Vor dem Evangelium wird zum ersten Mal seit dem Aschermittwoch wieder feierlich das Halleluja gesungen.

Zumeist erfolgt dann eine Predigt.

 

Anschließend beginnt die Tauffeier. In früheren Jahrhunderten wurde die Osternacht als Tauftermin bevorzugt. Hierbei wurden zumeist Erwachsene nach längerer Zeit der Vorbereitung (Katechumenat) getauft, die dann auch erstmals die heilige Kommunion empfingen. Heute wird die Taufe unabhängig vom Ostertermin in der Regel schon im Säuglingsalter gespendet.

Die Tauffeier beginnt mit der Allerheiligen-Litanei. Anschließend wird das Taufwasser gesegnet, wobei die Osterkerze dreimal in das zu segnende Wasser getaucht wird. Durch Christus, den die Osterkerze ja symbolisch verkörpert, soll die Kraft des Heiligen Geistes in das Taufwasser herabsteigen. Dabei formuliert der Priester abschließend die Bitte, dass alle, die durch die Taufe mit Christus begraben sind in seinem Tod, durch die Taufe mit Christus auferstehen mögen zum ewigen Leben.

 

Gibt es einen Täufling (Erwachsener oder Säugling), so findet nun feierlich die Taufe statt.

Wenn keine Taufe stattfindet, so erfolgt direkt nach der Segnung des Taufwassers die Erneuerung des Taufversprechens der Gläubigen. Im Anschluss daran segnet der Priester die ganze Gemeinde mit dem frisch gesegneten Wasser.

 

Als letzter Teil der Osternachtsliturgie beginnt danach mit der Gabenbereitung die Eucharistifeier, die mit dem feierlichen Schlußsegen endet.

 

In unserer Pfarrgemeinde klingt die „Nacht der Nächte“ aus mit einer Agapefeier im Pfarrheim. Hierbei wird in geselliger Runde  gegessen und getrunken. Agape ist ein griechisches Wort für Liebe, das im Sinne des Neuen Testaments Ausdruck für Gottes bedingungslose und befreiende Liebe ist, die wir immer wieder, besonders aber im österlichen Geheimnis, erfahren dürfen.      

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