Termine im Seelsorgebereich Hennef-Ost

Ausstellung - Bibel im Zelt
18.02.2018 - 18.02. - 18.03. in Bröl
Themenabend "Christusbilder"
20.02.2018 - 19 Uhr, St. Mariä Himmelfahrt, Bröl
Themennachmittag "Bibelgeschichten für Kinder"
24.02.2018 - 14 Uhr, St. Mariä Himmelfahrt, Bröl, ab 8 Jahren
Themenabend "Land der Bibel"
27.02.2018 - 19 Uhr, St. Mariä Himmelfahrt, Bröl
Weltgebetstag der Frauen
02.03.2018 - 17 Uhr, Pfarrkirche Liebfrauen
Themenabend "Mit Gott unterwegs - Israel damals und wir heute"
08.03.2018 - 19 Uhr, St. Mariä Himmelfahrt, Bröl
Informationsabend Lotsenpunkt Hennef
09.03.2018 - 18:30 Uhr, Pfarrheim Liebfrauen
Themennachmittag "Bibelgeschichten für Kinder"
10.03.2018 - 14 Uhr, St. Mariä Himmelfahrt, Bröl, ab 8 Jahren
Bibelkreis
14.03.2018 - 19 Uhr, St. Mariä Himmelfahrt, Bröl
Themenabend "Frauenpower: Prophetin Miriam"
15.03.2018 - 19 Uhr, St. Mariä Himmelfahrt, Bröl
Abschlussveranstaltung zur Ausstellung "Bibel im Zelt"
18.03.2018 - 15 Uhr, St. Mariä Himmelfahrt, Bröl
Bibliodrama-Nachmittag mit Pater Thomas Heck
24.03.2018 - 14-19 Uhr, Pfarrheim Liebfrauen, Hennef-Warth
Bibliodrama-Nachmittag mit Pater Thomas Heck
23.06.2018 - 14-19 Uhr, Pfarrheim Liebfrauen, Hennef-Warth
Bibliodrama-Nachmittag mit Pater Thomas Heck
01.09.2018 - 14-19 Uhr, Pfarrheim Liebfrauen, Hennef-Warth
Bibliodrama-Nachmittag mit Pater Thomas Heck
10.11.2018 - 14-19 Uhr, Pfarrheim Liebfrauen, Hennef-Warth

"Geduld"

 

Liebe Gemeindemitglieder,

 

während der Vorbereitung auf das diesjährige Proben-Wochenende unseres Happerschoßer Chores „Arche Noah“, fand ich ein sehr interessantes Gedicht des deutschen Lyrikers Rainer Maria Rilke zum Thema „Geduld“. Schon die ersten Verse stimmten mich nachdenklich – und je mehr ich das Gedicht mit unserem Glauben und kirchlichen Leben in Verbindung brachte, umso deutlicher wurde mir erneut, dass das Wort Gottes, die kirchlichen Riten und Gebote als freundliche Einladung zu einer positiveren Lebensgestaltung verstanden werden wollen – und nicht als Nötigung oder Zwang.

 

Wie das Gedicht beginnt?

 

„Man muss den Dingen
die eigene, stille, ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann.
Alles ist austragen und dann gebären.“

 

Zu den vom Dichter ganz allgemein genannten „Dingen“ möchte ich vor allem die Liebe und den Glauben zählen. Liebe kann man genauso wenig befehlen und produzieren wie den Glauben. Sicherlich kann man Menschen in die Riten und in die Gedankenwelt eines Glaubens einführen, man kann Kinder einer bestimmten Altersgruppe zur ersten heiligen Kommunion führen und Jugendliche dem Bischof zur Firmung empfehlen. Man kann kirchlichen Wertvorstellungen folgend in der Kirche heiraten, bunte Pfarrfeste organisieren und sonntags eine unserer vielen Heiligen Messen besuchen. Aber das alles geht nicht vollautomatisch mit einem persönlichen Glauben, einer persönlichen Beziehung und Liebe zu Gott einher.

 

Glaube ist ein Weg, ein ganz individueller Weg: mal sehr direkt, mal über Umwege, mal schnell, mal langsam, mit Höhen, mit Tiefen – bei manchen Mitmenschen auch überhaupt nicht. Auf diesen vielfältigen Wegen lädt das Wort Gottes uns unser ganzes Leben lang geduldig immer wieder neu ein, auf den tröstenden und ermutigenden Weg Gottes weiter zu gehen – um vielleicht dann irgendwann einmal das private wie öffentliche Leben wie Sauerteig „schmackhafter“ zu gestalten.

 

Kirche kann hier einen begleitenden Beitrag leisten, z. B. mit der Tradition der Fastenzeit. Da geht es nicht so sehr um das Abspecken von Fettpölsterchen, sondern um das belebende Aufbrechen des gewohnten Alltages und den erneuten Versuch, mit Gott in eine tiefere Beziehung einzutreten – eine „eigene, stille, ungestörte Entwicklung“, „durch nichts gedrängt oder beschleunigt“ – wie unser Dichter es so schön formuliert hat.

 

Also – herzliche Einladung zu neuen Erfahrungen im Rahmen der Fastenzeit – mit einem zwanglosen „Open End“. Und wenn wir Sie auf Ihrem ganz privaten Glaubensweg durch Gespräche und Gebete begleiten dürfen, dann rufen Sie uns doch einfach mal an. Sie sind immer willkommen!

 

Herzlichst

 

Ihr Diakon Matthias Linse